Führung hat viele Gesichter – und manchmal fühlt es sich an, als würde man sie wie Masken wechseln: hier Zuversicht, dort Härte, dazwischen Müdigkeit. In einem Workshop mit Regionalgeschäftsführern wurde aus der Reflexion über „zehn Rollen“ plötzlich eine existenzielle Frage: Kann ich all diese Hüte tragen – und dabei noch ich bleiben? Dieser Text führt entlang einer Trias aus Selbst, Raum und Beziehung dorthin, wo Rollenspiel nicht mehr Technik ist, sondern Wahrheit: Aneignung oder Entfremdung, Sicherheit oder Angst, Macht oder Gegenseitigkeit.
Mut: Die Kraft, die hinter der Angst liegt
Mut erscheint oft als heldenhafte Stärke – laut, entschlossen, frei von Zweifel. Doch wahre Tapferkeit zeigt sich anders: leise, tastend, mitten im Ungewissen. Mut beginnt dort, wo wir Angst spüren und dennoch bleiben. Wo wir nicht ausweichen, sondern uns dem Leben mit all seiner Unsicherheit öffnen. In diesem Text geht es um die Kraft, die hinter der Angst liegt – und darum, wie wir sie als Wegweiser und Ressource für ein sinnvolles Leben nutzen können.

